Landhotel Postwirt und Brauerei Hacklberg feierten zwei Tage lang 90jähriges Brauereijubiläum
Grafenau/Rosenau (oi). 90 Jahre Brauereijubiläum feierten am vergangenen Wochenende drei Generationen der Wirtefamilie Josef Beck und die Brauerei Hacklberg aus Passau, mit Freibier, zünftiger Musik, Vereinen und Gästen im Landhotel Postwirt in Rosenau.
Erwartete die Jubiläumsgästemit Freibier: der HacklbergerAusschank- wagen, ein umgebauterFord Transit um 1920 mit moderner Schankanlageim Inneren. |
Mit einem frisch gezapften Freibier aus dem historischen, gelben Hacklberg-Ausschankwagen (ein umgebauter Ford Transit aus den 20er Jahren) und Musik der “Krautnuhlmusi” begrüßte Familie Beck die Jubiläumsgäste am Samstag zunächst vor dem Landhotel. Gekommen waren rund 150 Personen, Mitglieder aus den örtlichen Vereinen, der Brauerei, Vorstandsmitglieder der Banken sowie treue und langjährige Gäste und Freunde des Hauses aus Nah und Fern.
Nach dem Umtrunk im Freien zogen bei zünftiger Marschmusik allen voran Gaby Beck mit ihrem Mann Josef und Brauerei-Direktor Stephan Marold durch einen Bierkastenspalier ins Genussreich. Josef Beck jun. begrüßte die illustre Gästeschar, bedankte sich für ihre Treue und bei Stephan Marold für die jahrzehntelange gute Partnerschaft. Gaby Beck hob vor allem auch die großzügige Unterstützung bei der Gestaltung des Jubiläums hervor, das die Brauerei mit Freibier, eigens für den Postwirt gestalteten Bierseideln, Dekomaterial und Preisen unterstützt hatte. „Wir freuen uns schon heute, wenn wir uns hier in zehn Jahren zum 100jährigen Jubiläum wieder treffen“ ergänzte der Postwirt.
Stießen mit Urbock in neuen Postwirt- Bierseideln auf 90 Jahre Brauereijubiläum an (v.l.): Stephan Marold, Direktor der Brauerei Hacklberg, Josef und Gaby Beck, Braumeister Reinhard Obermeier, Gebietsverkaufsleiter Gastronomie Bayerischer Wald Süd, Helmut Schriefer, Traudl und Josef Beck sen. |
„Passt euch auf diese Wirtsleute gut auf und lasst sie ein bisserl Geschäft machen“, appellierte Stephan Marold, Direktor der Brauerei Hacklberg, an die Jubiläumsgäste. Das Wirtshaus sei schon immer der wichtigste Ort in einem Dorf gewesen, an dem Menschen zusammen kommen und sich austauschen. Eine so lange Geschäftsbeziehung sei heute selten, das Wirtshaussterben nehme leider zu und damit auch das Sterben einer Kultur, die eng mit der Region verbunden ist. „In den 90er Jahren hat sich nicht nur die Familie Beck weiterentwickelt, sondern auch die Brauerei Hacklberg, die heute Marktführer in Bayern ist “, freute sich Marold über die beidseitige positive Entwicklung der beiden Geschäftspartner. Als „persönliches“ Geschenk für die Wirtsleute hatte er für Josef Beck sen. einen seltenen Schnaps aus der eigenen Brennerei mitgebracht (seit 500 Jahren habe die Brauerei auch das Brennrecht) und eine Urkunde zum 90jährigen Jubiläum für Josef Beck jun. Die beiden Damen Traudl und Gaby Beck erhielten einen großen Blumenstrauß.
Stephan Marold (li.)schenkte Josef und Gaby Beck eine Urkunde zum 90jährigen Brauereijubiläum. |
Dass man das Bierzapfen als Wirt nie verlernt, bewies Josef Beck sen.: Nur ein lässiger Schlag genügte und das 50-Liter-Holzfass mit rarem und fast achtprozentigen Urbock war angezapft und der gemütliche Teil des Abends damit offiziell eröffnet. Während sich die Gäste mit traditionellen, kulinarischen Postwirt-Rennern aus 90 Jahren labten, konnten sie ihre Talente bei einem Glücks-Schießturnier in der hoteleigenen Schießanlage der Rosenschützen mit Luftgewehren erproben. Insgesamt 93 Gäste nahmen daran teil. 28 Preise gab es zu gewinnen. Über den ersten Preis, eine Ballonfahrt mit dem Hacklberger Heißluftballon, konnte sich Sepp Betzl aus München freuen, der mit seiner Frau Sylvia zu langjährigen und treuen Golfgästen des Hauses zählt. Den zweiten Platz belegten Sonja Hanke und den dritten Platz Martin Schreindl, beide aus Rosenau. Hanke erhielt einen Gutschein zu einem Romantikmenü bei Kerzenschein für zwei Personen und Schreindl ein 5-Liter-Fass mit Hacklberger Urhell sowie eine Eintrittskarte zur Veranstaltung Wiener Blues im Oktober im Postwirt.
Am Sonntag fand die zweitägige Jubiläumsfeier mit einem zünftigen Frühschoppen mit anschließendem Mittagessen, musikalisch begleitet von dem Duo Ernst und Hermann, ihren Ausklang. Der harte Kern war natürlich auch zum wöchentlichen Sonntagabend-Stammtisch anwesend.